Für ein Kind, kannst du dir ein Haus kaufen, hört man regelmäßig. Ein Kind „frisst“ dir die Haare vom Kopf, sagt man. Kinder sind teuer, sind sich viele einig.

Immer wieder, hört man die Menschen erzählen, wie teuer ein Kind heutzutage doch sei. Dass man sich kaum mehr, als zwei Kinder leisten kann. Hat man mehr, als zwei Kinder, wird skeptisch hinterfragt, wie das finanziell zu stemmen sei. Oder man spekuliert, das die Kinder doch dann, finanziell auf der Strecke bleiben würden . Wie machen wir das, mit 6 Kindern? Ist das finanziell und langfristig zu stemmen?

Ist ein Kind eine unüberbrückbare, finanzielle Hürde?

Ist es richtig, das Kinder so teuer sind, das wir uns mehr als Zwei im Durchschnitt, nicht leisten können?

Ein Kind braucht mehr, als Geld

,, Dein Kind erinnert sich nicht, an die tollen Möbel im Haus, oder an die teuersten Kleider. Wohl aber an die Zeit, welche du mit ihm verbracht hast! ,,

Diesen Satz habe ich einmal aufgegriffen und dem stimme ich vollkommen zu. Der finanzielle Hintergrund, ist nicht als vorrangig zu betrachten, meiner Meinung nach.

Es hängt viel vom eigenen Anspruch ab

Wie viel Geld, nun für ein Kind benötigt wird, ist so individuell, das man das kaum in Zahlen fassen kann. Es ist abhängig von den eigenen Wünschen und Ansprüchen. Im groben Durchnschnitt, kostet ein Kind 585 € pro Monat, je nach Alter und individuellen Bedarf. Geschwisterkinder, sind deutlich günstiger, da einiges Benötigtes, schon vorhanden ist.

Einigen Eltern sind regelmäßige Urlaube, Markenkleidung, teure Spielzeuge und hochwertiges Mobiliar wichtig. Anderen Eltern ist es nicht wichtig, das ein bestimmter Name auf der Kleidung steht, oder ob es sich um gebrauchte Produkte handelt.

Und die Bildung und das Studium?

Auch hier ist es sehr individuell. Außerdem ist ein dickes finanzielles Polster, kein Garant dafür, das das Kind später studieren möchte. Vielleicht liegt seine Leidenschaft im Handwerk? Dennoch sollte für einen eventuellen Bedarf, schon frühzeitig, ein finanzielles Polster angelegt werden.

Aber beim Wohnraum und beim Auto, gibt es nicht viel Spielraum!

Oder etwa doch? Auch beim Wohnen, kommt es sehr auf den individuellen Bedarf und Anspruch an. Manche Kinder, haben ein riesiges eigenes Zimmer. Anderen genügt ein kleines Zimmer. Sich ein Zimmer zu teilen, wäre auch eine mögliche Option.

Beim Auto verhält es sich ähnlich. Manche benötigen ein großes und teures Auto, anderen reicht ein altes oder kleines Auto.

Aber es hängt doch nicht alles von dem persönlichen Anspruch ab. Einiges kostet halt.

Es gibt Kosten, bei denen kaum Spielraum vorhanden ist.

Die Kosten für die Schule z.B. kann man kaum, selbst bestimmen. Auch die Kosten für entsprechendem Wohnraum, bezogen auf den Quadratmeterpreis, ist kaum verhandelbar.

Die meisten Kosten, sind individuell.

Es bleibt einem die Wahl, welche Kleidung man kauft. Wie man sich einrichtet. Welches Auto man fährt. In welchen Vereinen, Kinder Mitglied werden und wie häufig man in den Urlaub fliegt oder fährt. Oder wo und wie man wohnt. Kurzum, es sind sehr variable Kosten, welche man zu tragen hat. Grundsätzlich ist es möglich, auch mit begrenztem Budget, „gut“ zu leben, wenn einige Sparmaßnahmen eingehalten werden.

Welche Sparmoglichkeiten gibt es, ohne Verlust der Lebensqualität?

Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, zum Sparen.

Haushalt:

✴️ Es ist empfehlenswert ein Haushaltsbuch zu führen, in welchen alle Einnahmen und Ausgaben, penibel aufgeführt sind. So behält man den Überblick und deckt mögliche unnötige Ausgaben schneller auf.

✴️ Hier sind unbedingt die Haushaltsgeräte und deren Verbrauch zu betrachten. Veraltete Geräte, fressen deutlich mehr Strom, als die Neueren. Bei Waschmaschinen, ist zu beachten, dass ein geringer Wasserverbrauch, wie gerne angeboten, langfristig nicht sparsam ist. Die Wäsche benötigt eine gewisse Wassermenge, um sauber zu werden. Hier lohnt es sich, besonders für Familien, genau hinzuschauen. Grundsätzlich sollten Geräte, welche es zulassen, auf Stand-by geschaltet werden.

✴️ Energiesparlampen, wie LED’s sind langlebig und kostengünstig. Das Licht sollte stets ausgeschaltet bleiben, beim Verlassen eines Raumes.

✴️ Beim Kochen ist zu beachten, dass Wasser durch einen Wasserkocher erhitzt, nicht nur schneller kocht, sondern im Gegensatz zur Herderwärmung, einiges an Energie spart – nämlich bis zu 50 %. Außerdem ist sollte mit Deckel gekocht werden. Die Herdplatten kann man früher ausschalten, da diese noch einige Minuten, Wärme abgeben. Wasser vom Kochen der Kartoffeln beispielsweise, ist reich an Mineralstoffen und eignet sich daher gut als Düngerersatz.

✴️ Möchte man sparen, sollte immer die Raumtemperatur beachtet werden. Die Wände sollten nicht auskühlen. Es macht Sinn, auch bei längerer Abwesenheit, weiter zu heizen. Denn, wenn die Wände erstmal auskühlen, wird mehr Energie benötigt, um wieder hoch zu heizen. Zudem sollte regelmäßig stoßgelüftet werden. Das beugt nicht nur Schimmelbildung vor, es hilft auch beim Sparen. Denn saubere Luft, erwärmt sich schneller. Bei Wohneigentum, ist unbedingt auf eine angemessene Dämmung zu achten.

✴️Duschen, statt baden, senkt den Wasserverbrauch. Desweiteten kann man das Wasser, bis es warm ist, auffangen und zum Kochen und Blumen gießen verwenden.

✴️ Chemische Putzmittel reduzieren. Man benötigt nicht für jeden Raum, ein anderes Mittel. Ausreichend sind Spülmittel, Essigreiniger und einen Allzweckreiniger. Putzlappen kann man ohne Bedenken, in der Waschmaschine waschen und mehrfach nutzen. Es ist möglich Waschmittel selber herzustellen – aus Kastanien oder Seifenresten. Das ist allerdings, nicht Jedermanns Sache und lohnt sich nur für leichte Verschmutzungen.

✴️Stromanbieter regelmäßig wechseln (einmal jährlich.) Den Verbrauch notieren und Angebote vergleichen.

✴️ Versicherungen und Verträge, sollten regelmäßig geprüft und angepasst werden. Als Neukunde, bekommt man häufig, ein besseres Angebot.

Einkaufen:

✴️ Es sollte vermieden werden, hungrig einkaufen zu gehen, da die Gefahr zu groß ist, hungergeleitete Fehlkäufe zu tätigen. Hungrig wird man sehr, durch Gerüche und Farben der Produkte beeinflusst.

✴️ Nur mit Einkaufliste einkaufen und sich streng daran halten. Rabatte auf Wahrheitsgehalt prüfen.

✴️ Regional und saisonal gekaufte Produkte, sind nicht nur gesünder, sondern auch günstiger.

✴️ Großpackungen kaufen. Jedoch unbedingt die Grammzahl beachten, da uns gerne mehr Inhalt durch Verpackung oder Luft vorgespielt wird. Vergleiche lohnen sich.

✴️ Einkaufen vor Ladenschluss. Oft werden die Preise, besonders vor dem Wochenende, deutlich gesenkt.

✴️ Das Mindesthaltbarkeitsdatum einiger Lebensmittel, darf bedenkenlos überschritten werden. Beispiele wären : Michprodukte, Marmelade, Nudeln, Reis, Getreide, Mehl und Eier. Das Verbrauchsdatum hingegen, sollte unbedingt beachtet werden.

✴️ Kleidung für Kinder, gebraucht kaufen. Die Kinder wachsen so schnell aus der Kleidung heraus, das im Gegensatz zum Neukauf, ein deutlicher, finanzieller Unterschied zu verzeichnen ist.

✴️ Auch bei Spielzeugen lohnt es sich, dieses gebraucht zu kaufen. Die Wünsche der Kinder ändern sich schnell und einige Spielzeuge haben einen relativ hohen Wiederverkaufswert – auch gebraucht.

✴️ Bei Kleidung für Erwachsene lohnt es sich, auf Qualität zu achten. Nicht zuletzt, wegen der Nachhaltigkeit.

Auto:

✴️ Unnötige Lasten im Auto, reduzieren ebenso, wie der richtige Reifendruck, den Spritverbrauch.

✴️ Zu beachten ist auch die Drehzahl, beim Fahren. Untertouriges Fahren, senkt den Spritverbrauch enorm.

✴️ Freie Tankstellen sind günstiger und daher zu bevorzugen, ebenso wie der richtige Zeitpunkt, zum Tanken. Die Preise, ändern sich regelmäßig. Zum Wochenende oder in den Ferien ist das Tanken teurer.

✴️ Sinnvoll ist es auch, mehre Kurzfahrten, zu einer längeren Strecke, zusammen zu fassen. Gute Planung, ist hier unerlässlich. Zusätzlich kann man auf dem Weg zur Arbeit, Fahrgemeinschaften bilden. Das ist nicht nur ökologisch sinnvoll, auch hat man dennoch, einen Anspruch, auf die Kilometerpauschale, vom Arbeitgeber.

Fazit:

Es gibt eine Menge Potenzial, zum Sparen. Und wenn man das , auf das ganze Jahr hochrechnet, dann kommt eine beträchtliche Summe zusammen. Man muss nicht reich sein, um sich mehr als zwei Kinder, leisten zu können. Man muss nur besonders gut wirtschaften können.