Was ist „normal“?

Folgendes Szenario

Familie Müller ist einkaufen, bei einem großen Möbelhändler. Mit dabei ist Kleinkind Lea (18 Monate).

Die Familie schaut sich um und schlendert durch die Gänge. Plötzlich hat Lea Hunger. Kein Problem denkt die Mama, sucht sich ein Plätzchen abseits und stillt Lea. Lea trinkt zufrieden an der Brust, doch die Mama ist plötzlich gar nicht mehr zufrieden, denn sie spürt die abfälligen Blicke der Menschen, welche an ihnen vorbei laufen.

Die Mutter fühlt sich unwohl, kontrolliert nochmal, ob die Brust bedeckt ist. Doch die Brust ist kaum zu sehen.

Plötzlich hört sie ein Pärchen tuscheln und hört, was die Frau dem Mann sagt: “ Hast du das gesehen?? Die stillt ihr Kind noch! Das Kind hat sicher Zähne. Es muss doch nicht mehr gestillt werden. Es ist viel zu groß, das Kind.“

BÄM das sitzt, denn die stillende Frau Müller, hat jedes Wort gehört. Sie sieht sich noch einmal um und stillt ihre kleine Lea weiter.

Das Tuscheln hört nicht auf

Keine drei Minuten später, hört sie wieder etwas tuscheln, diesmal ist es eine ältere Dame, welche sich entsetzt an ihren Mann wendet: “ Um Himmels Willen, das kann doch nicht sein. Wie kann man ein so altes Kind denn noch stillen? Verwöhnt wird es dadurch, es braucht doch die Milch nicht mehr. Es sollte etwas anständiges essen!“

Lea nuckelt immer noch friedlich an der Brust ihrer Mutter. Es sättigt Lea nicht nur, es hilft ihr auch, sich nach einem anstrengenden Tag mit vielen Reizen, zu entspannen, so angekuschelt an der Brust ihrer Mama.

Die Mama ist den Tränen nahe

Sie will weg, am liebsten sofort. Einfach nach Hause, schnell.

Zu oft hat sie in letzter Zeit derartige Äußerungen gehört, zu oft musste sie sich rechtfertigen. Rechtfertigen dafür, das sie ihrer Tochter mit einem Jahr und 6 Monaten noch die Brust gab.

Die Familie fährt nach Hause

In Zukunft wird sich Frau Müller sehr genau überlegen, ob sie lieber nur noch in ihren eigenen vier Wänden stillen wird…

Ewige Rechtfertigung für etwas persönliches

Langzeitstillen wird es genannt, wenn man länger als die durchschnittlichen 6 Monate stillt. Es ist gesellschaftlich nicht „anerkannt“ .

Das muss sich dringend ändern

Langzeitstillen , Normalzeitstillen oder gar nicht stillen….Jede wie sie mag, oder etwa nicht?

5 Gedanken zu “Langzeit oder Normalzeitstillen?

  1. Ihr lieben, ich gehöre auch zu den sogenannten langzeitstillenden und ja ich kenne diese Bemerkungen auch nur zu gut mittlerweile diskutiere ich darüber auch nicht mehr oder rechtfertige ich mich. Meine kleine Maus ist jetzt zweieinhalb Jahre alt und liebt ihre Milch kurz vor dem Schlafengehen was ich vollkommen in Ordnung finde. Gerade jetzt wo sie krank ist finde ich es ein Segen dass ich noch stillen kann. Jede so wie sie es mag ganz genau! Seid ganz lieb gegrüßt und ihr seid wirklich eine großartige Familie ❤

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    1. Vielen Dank für dein Feedback! Es ist gut, das du auf dein Bauchgefühl hörst und drüber stehst, was andere sagen! Das ist das Richtige! Solange Kind und Mama zufrieden sind, ist es doch vollkommen in Ordnung 😏Ich wünsche deiner Maus gute Besserung 🍀Das sie bald wieder fit ist! Viele Grüße 😏

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  2. Ich wollte ursprünglich überhaupt nicht stillen, doch unser Kleiner war das anderer Meinung und so wurde es auch zum Langzeitstillen.
    Es ist unglaublich, wie lange man theoretisch stillen könnte. In der Realität waren es dann wohl so um die 1½ Jahre. Wie gesagt, unser Kleiner hat das alles selbst bestimmt. Irgendwann wollte er dann weniger und schließlich überhaupt nicht mehr. Doch interessant ist, dass man die Milch theoretisch auch nach 20 Jahren noch haben kann. Das hat mich schon sehr überrascht.

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