Ein Familienbett können sich viele hier in der westlichen Welt nicht vorstellen, gerade einmal 10% bevorzugen das gemeinsame Schlafen im Familienbett.

In anderen Teilen der Welt, sieht das ganz anders aus. Es ist verbreitet, das Eltern und Kinder zusammen schlafen. Hier bei uns glaubt man oft, daß die Babys am besten im eigenen Bettchen schlafen, das es sicherer sei und gesünder.

„Wie die kleine schläft noch bei euch im Bett?“

Da kann man doch überhaupt nicht mehr zärtlich miteinander werden. Diese oder ähnliche Aussagen hört man, wenn man über das gemeinsame Schlafen spricht. Oder es wird prophezeit, daß das Kind nie selbstständig wird oder mit 12 immer noch mit im Elternbett schläft. Außerdem soll es ungesund sein, man könnte das Kind im Schlaf überrollen.

Das Familienbett ist der bessere Ort für uns

Ich möchte erwähnen, daß wir absolut für das gemeinsame Schlafen sind. Wir sind der Meinung, daß das Familienbett für die Babys der bessere Ort zum Schlafen ist, denn Babys wachsen zwar in einer modernen Welt auf, die Programmierung jedoch, stammt noch aus der Steinzeit, sie tragen die Urzeitprogrammierung in sich, auch wenn sie nicht mehr nachts von wilden Tieren gefressen werden können.

Hier möchte ich gerne auf die Vorteile des Co Sleepings eingehen

Vorteile :

Es gibt zahlreiche gesundheitliche Vorteile, wenn kleine Babys im Bett nah bei ihrer Mutter schlafen.

Die Atmung des Babys wird positiv durch die Atmung der Mutter beeinflusst. Babys haben als junge Säuglinge naturgegeben unregelmäßig kleine Atemaussetzer. Die Atmung wird jedoch durch die regelmäßige Atmung der Mutter positiv stimuliert. Auch der Herzschlag des Babys ist gleichmäßiger, wenn sie nah bei ihrer Mama schlafen dürfen.

Außerdem wird die Körpertemperatur, welche Neugeborene noch nicht konstant selber halten können, mit durch die Mutter reguliert. Auch der plötzliche Kindstot ist seltener, bei einem gestillten Kind, welches mit im Elternbett schläft, denn man bekommt es unmittelbar mit, wenn etwas mit dem Kind nicht stimmt, viel eher, als wenn es im eigen Bett, im eigenen Zimmer liegt.

Ein weiter Vorteil ist, daß man das Kind sofort bei sich hat, zum Stillen. Manchmal stillt man es im Halbschlaf einfach weiter.

Wenn ein gestilltes Baby mit im Elternbett schläft, sind die Schlafphasen der Mutter und des Babys im ähnlichen Verlauf. Beide haben zwar weniger Tiefschlafphasen, schlafen aber insgesamt länger. Auch die Mutter hat weniger Tiefschlafphasen, wird aber wegen des ähnlichen Schlafverlaufs, seltener aus dem Tiefschlaf gerissen.

Noch ein Vorteil ist, daß den Kindern die vermehrte Zuwendung der Mutter zugute kommt. Das Urvertrauen wird gestärkt, weil sofort auf die Bedürfnisse des Babys eingegangen wird. Das Kind muss nicht erst durch weinen auf sich aufmerksam machen.

Außerdem zeigten verschiedene Test mit Infrarotkameras das nächtliche Verhalten von Mutter und Kind während des Schlafens. Interessanterweise beobachtete man, das sich beide häufig das Gesicht zuwandten und das sich die Mutter sogar im Schlaf dem Kind zuwandte, es richtig hinlag oder ihm zuflüsterte.

Wir leben in einer modernen Welt, aber die Babys haben noch Programmierungen aus Urzeiten. Sie suchen den Körperkontakt zu Ihren Bezugspersonen und es ängstigt die Babys, wenn die Nähe zur Bezugsperson nicht mehr gegeben ist.

Betrachtet man die menschliche Frühgeschichte, dann weiß man, daß das alleinige Schlafen den sicheren Tod des Babys bedeutet hätte. Entweder durch Unterkühlung oder weil ein Wildtier Hunger hatte. Die Babys schliefen also immer nah bei ihrer Mutter oder Bezugsperson, in engem körperlichen Kontakt miteinander.

In den meisten Teilen der Welt, schlafen die Babys immer noch nah bei der Mutter, in unserer westlichen Welt hingegen, wurde es nach und nach abgeschafft und man verfiel dem Glauben zunehmend, daß Babys besser in ihrem eigenen Bettchen schlafen sollten.

Fazit

Letztendlich muss jeder selber entscheiden, wie er schlafen möchte und ob das Baby im elterlichen Bett schläft. Manche Menschen können vielleicht selber nicht in den Schlaf finden, wenn da ein Baby liegt. Oder es gibt persönliche andere Gründe, welche gegen das gemeinsame Schlafen im Familienbett sprechen.

Auch sollte man das Baby nicht mit in das Familienbett nehmen, wenn man Alkohol, Zigaretten oder andere Drogen konsumiert hat.

Alternative

Wenn man das Familienbett ablehnt, warum auch immer, wäre ein Beistellbett eine Alternative. Es wird direkt an das Bett der Eltern gestellt und das Kind schläft dennoch im eigenen Bett.

Probiert es einfach aus! Ich bin ja für das Familienbett, weil ich glaube das es evolutionsbedingt immer noch natürlich und normal ist. Allerdings hat ja jeder seine eigenen Ansichten. Wenn du denkst, es ist so gar nix für dich, dann lasse es lieber. Erzwingen sollte man ja nix.

Ein Gedanke zu “Familienbett, keine Zeit mehr für Sex?

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