Oft können wir uns bei Beschwerden ganz natürlich selber unterstützen. Hilfe finden wir in unserer Küche. Schon im Mittelalter war die desinfizierende Wirkung des Lauchgewächs bekannt. Aber die Zwiebel hat noch mehr positive Eigenschaften.

Was macht die Zwiebel so besonders?

Die Zwiebel ist bei verschiedenen Beschwerden einsetzbar. Die Zwiebel hat viele wertvolle Inhaltsstoffe, wie ätherische Öle, Vitamine wie Vitamin B und Vitamin C. Sie enthält Mineralstoffe wie Kalium. Außerdem hat die Zwiebel einen hohen Gehalt an Antioxidantien, welche freie Radikale fangen.

Wann kann man die Zwiebel einsetzen?

  • Bei Ohrenschmerzen
  • Halsschmerzen
  • Schnupfen
  • Husten
  • Vorbeugung von Aterienverkalkung
  • Stoffwechselanregung
  • Appetitlosigkeit
  • Insektenstichen
  • Stärkung des Immunsystems
  • Unterstützung der Verdauung
  • Reduzierung von Altersflecken

Einige Anwendungsmöglichkeiten

Ohrenschmerzen:

Relativ verbreitet, ist die Anwendung von Zwiebelsäckchen bei Ohrenschmerzen. Die Zwiebel hat eine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung, beruhigt und steigert die Durchblutung im Ohr.

Anwendung:

Man nimmt entweder eine große oder zwei kleine Zwiebeln und würfelt diese. Anschließend steckt man die Zwiebelwürfel in einen leeren Teebeutel und diesen in eine Socke, oder man befüllt direkt die Socke mit den Zwiebeln. Das verschlossene Säckchen erwärmt man kurz in der Mikrowelle oder über einem Wasserbad auf Körpertemperatur. Ggf. ein bisschen durchkneten, damit der Saft der Zwiebeln etwas austritt.

Nun legt man den erwärmten Zwiebelsack mit Hilfe eines Stirnband zum fixieren auf das Ohr. Ältere Kinder oder Erwachsene können sich auch direkt auf das Säckchen legen. Man belässt das Zwiebelsäckchen zwischen 20min. und max. 60min. auf dem Ohr und wiederholt das ganze in etwa drei Mal am Tag.

Durch ihre schwefelhaltigen Verbindungen (Sulfide), riecht die Zwiebel allerdings besonders streng. Aber es soll ja helfen, oder? Außerdem sind es genau die Verbindungen, welche helfen. Wem der Geruch zu unangenehm ist, der kann 1 Tropfen Lavendelöl auf das Säckchen träufeln.

Hinweis: bei sehr starken Beschwerden oder anhaltenden Beschwerden, hilft dieses Hausmittel möglicherweise nicht mehr, oder nur eingeschränkt. Bei leichten Beschwerden hilft diese Anwendung in der Regel zuverlässig.

Halsschmerzen /Schnupfen

Bei Beschwerden wie Halsschmerzen und auch Ohrenschmerzen, sind Zwiebelwickel hilfreich. Dazu erwärmt man die Zwiebel oder legt sie kalt auf. Die Zwiebel wird in Ringe geschnitten und diese Ringe werden mit einem Tuch am Hals aufgelegt ggf. legt man ein zweites Tuch aus Leinen drüber.

Dauer in etwa zwei Stunden, bei guter Verträglichkeit kann der Wickel über Nacht angelegt bleiben. Bei Schnupfen legt man sich entweder eine angeschnittene halbe Zwiebel, oder ein Zwiebelsäckchen unters Bett.

Husten

Aus Zwiebeln kann man wunderbar einen Hustensaft herstellen. Dieser Hustensaft verflüssigt zähes Sekret und hilft beim Abhusten. Dazu schneidet man zwei oder drei Zwiebeln in sehr kleine Würfel und gibt diese in ein gut verschließbares Glas z.B. in einem Marmeladenglas. Anschließend streut man etwas braunen Zucker, alternativ weißen Zucker über die Zwiebeln, so das diese gerade bedeckt sind. Einige bevorzugen es, etwas mehr Zucker zu verwenden aber bei uns war es so genug. Das Glas wird gut verschlossen einmal kräftig geschüttelt, so das alles gut miteinander vermischt wird. Nun lässt man das Glas einige Stunden stehen. In etwa vier bis sechs Stunden.

Der Zucker sorgt dafür, das der Saft der Zwiebeln austritt. Nach einigen Stunden siebt man den Saft durch ein Tuch, Kaffeefilter oder feines Sieb ab. Man kann den Saft ggf. mit etwas Honig abschmecken.

Alternativ kann man den Zwiebelsaft mit Kandiszucker (2-3 Zwiebeln mit 250 g Kandiszucker und einem halben Liter Wasser ca 10-15 min aufkochen). Diese Variante ist etwas milder.

Ich persönlich bevorzuge die ungekochte Version, weil so mehr Wirkstoff enthalten bleibt. Es braucht allerdings etwas mehr Zeit.

Man kann den Zwiebelsaft auch mit Honig oder Agavendicksaft herstellen. Bei Kindern unter einem Jahr, sollte auf Honig grundsätzlich verzichtet werden.

Auch hier gilt: Die genannten Maßnahmen wirken bei leichten bis mäßig starken Beschwerden. Bei starken oder anhaltenden Beschwerden, reichen diese Maßnahmen möglicherweise nicht mehr aus. Im Laufe der Zeit, hat man aber schnell raus, ob man einen Arzt konsultieren muss oder nicht.

Insektenstiche

Auch bei Insektenstichen kann eine Zwiebel helfen. Dazu einfach die angeschnittene halbe Zwiebel auf die betroffene Stelle legen.

Viele weitere Verwendungsmöglichkeiten

Wie oben beschrieben, gibt es noch weitere Beschwerden bei denen die Zwiebel zum Einsatz kommen kann. Die Zwiebel ist also wirklich ein Allrounder.

2 Gedanken zu “Die Zwiebel, ein Allrounder?

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