Unser Weg, ist kindergartenfrei.

Das ist ein Thema, wo man oft auf Unverständnis stößt. Nicht bei der Familie und nicht bei Freunden. Nein von völlig fremden Menschen erntet man Kritik, wenn man erwähnt, dass das eigene Kind nicht in den Kindergarten geht. Man kriegt zu hören, das ein Kind doch nur im Kindergarten richtig gefördert werden kann. Das es die sozialen Kontakte braucht und das es sich von der Mutter lösen muss. Es wird prophezeit , das Kinder welche keinen Kindergarten besucht haben, später Probleme in der Schule bekommen würden, weil sie es nicht gewohnt sind, in einer Gruppe zu interagieren……..

Enthalten wir den Kindern Erfahrungen?

Warum lassen wir dennoch unser Kind bzw. unsere Kinder Zuhause? Enthalten wir unseren Kindern, nicht wichtige Erfahrungen vor?

Unter Umständen besser Zuhause

Nun, wir denken, dass es unter Umständen besser für ein Kind sein kann, wenn es Zuhause betreut wird. Unter Umständen deshalb, weil man es nicht allgemein sagen kann, aber in unserem Fall und in vielen anderen auch, ist der Weg der Selbstbetreuung, einfach der Richtige.

Wir haben derzeit zwei Kinder, welche theoretisch einen Kindergarten besuchen könnten. Unsere Leana (3) und unseren Miro (1).

Da Miro noch jünger ist, nehme ich die Leana als Beispiel. Sie ist ein sehr fröhliches, kluges, aufgewecktes Mädchen, welches viel Freude am Lernen hat. Sie bewegt sich sehr gerne und liebt Matschepfützen. Leana spielt gerne draußen mit ihren Freundinnen und ist motorisch sehr fit. Sie hat viele außerfamiliäre Kontakte und ist gerne unter (bekannten) Menschen.

Bei Mama Zuhause

Zuhause am Vormittag spielen wir zusammen, wir basteln, wir malen mit Acrylfarben, wir tanzen und singen, toben, schauen uns Bücher an und machen den Haushalt. Alles ohne Druck und flexibel.

Mit Miro ist es ähnlich – er ist gerne mit anderen Kindern zusammen und gut entwickelt für sein Alter.

Bei beiden Kindern ist es so, das sie die Nähe zu mir genießen und auch brauchen. Warum sollten diese beiden Kinder einen Kindergarten besuchen? Warum sollte ich sie dem Druck und der Lautstärke aussetzen? Hier können sie noch frei entscheiden. Wenn die Kinder basteln möchten, dürfen sie basteln und müssen nicht warten bis irgendwann die Bastelzeit ist.Wenn sie singen und tanzen möchten, dürfen sie das machen und müssen den Wunsch nicht unterdrücken, weil es sonst zu laut wird.

Ohne Druck und ohne Zwang

Hier können die Kinder frei sein, spielen ohne feste Zeiten und Zwang. Hier sind sie keiner Demütigung ausgesetzt und in ihrer vertrauten Umgebung.

Wir sind der Meinung, dass sich die Kinder hier sehr gut entfalten können und das der Druck und Zwang mit Beginn der Schulpflicht, noch früh genug kommt! Wir sind der Meinung, dass unsere Bindung untereinander, ohne frühe Fremdbetreuung, viel besser wachsen kann und gefestigter wird.

Das viele Kindergärten eher einer Verwahrstation gleichen, als einem Kindergarten, das Erzieher oft überlastet sind und Personalmangel herrscht, das Gewalt und Zwang im Kindergarten keine Fremdwörter sind, hat unsere Entscheidung nochmals untermauert.

Und wenn man einen Kindergarten braucht?

Was ist mit den Eltern, dessen Kinder aufgrund der finanziellen Lage, einen Kindergarten besuchen müssen? Sind solche Aussagen nicht wie Fausthiebe in ihr Gesicht?

Es gibt Situationen und das gar nicht so selten, da ist ein Besuch eines Kindergartens unumgänglich. In einem solchen Fall empfehle ich, das sorgfältige Auswählen der Einrichtung, eine Besichtigung des Kindergartens und mit dem Befassen des Konzeptes der Einrichtung. Es gibt auch wunderbare Erzieher, welche sich trotz der Umstände und der vielen Arbeit, die größte Mühe geben um unseren Kleinsten gerecht zu werden. Aber diese Perlen muss man finden.

Genau hinsehen lohnt sich

Wir hatten früher zeitweise 4 Kinder, in vier verschiedenen Gruppen, in einer Einrichtung. Eine Gruppe war wahnsinnig toll und hatte klasse Erzieher, eine Gruppe war mittelmäßig und die anderen beiden waren fürn Arsch. Die waren nicht schlecht, sondern absolut schädlich für unser Kind und seine Entwicklung. Innerhalb einer Einrichtung gibt es derartige Unterschiede, das ist bestimmt eine Ausnahme, oder? Nein ist es nicht. Es lohnt sich, genau hinzuschauen und nicht die Erstbeste oder wohnortnächste Kita zu wählen.

Wir freuen uns, das wir unsere Kinder selbst betreuen können. Das ich als Mama die Möglichkeit habe, die ersten so, so wichtigen Jahre, an der Seite meiner Kinder zu verbringen. So können unsere Kinder gut entwickelt und gefestigt, irgendwann zu einem neuen Lebensabschnitt wechseln.